Eingriffe
 
Hier zeige ich eine Chronologie der menschlichen Eingriffe im Gebiet seit es zum Naturschutzgebiet erklärt wurde (die Ältesten ganz unten). Fast alle haben das Gebiet aufgewertet und nicht nur für die Tiere sondern auch für die Beobachter attraktiver gemacht. Zu allen Veränderungen der letzten 20 Jahre kann ich auf Wunsch Fotos liefern. Es würde die Seite überladen, wenn ich die hier alle zeigen würde. Die Veränderungen im laufenden Jahr finden sie unter „Aktuelles“.
 
19.11.2020 (links) und 13.1.2018 (rechts): In der Kurve im Südosten des Gebiets wurde Erde angeschüttet. Hier ist die tiefste Stelle des Weges am Gebiet. Meine anfängliche Annahme, dass diese Maßnahme dazu führt, dass der Weg bei Hochwasser länger überschwemmt bleibt, hat sich nicht bewahrheitet. Bereits bei einem Wasserstand, der noch 11cm über dem erlaubten Maximum lag, war der Weg trocken. Das war früher nicht der Fall.
       
19.11.2020 (links): Der Graben zwischen Wehr und Horloff wurde ausgebaggert. Da dort Halbschalen verbaut sind, konnte man jedoch nicht viel machen. Das Wasser sollte jetzt aber trotzdem etwas schneller ins Ried fließen können, wenn der
Wasserstand der Horloff steigt.
25.9.2020 (rechts): In der Kernzone im Bereich im Südwesten, wo der Bewuchs noch in Ordnung war, wurde gebaggert. Vom Rand war jedoch nicht genau zu erkennen, was dort gemacht wurde. Zumindest eine der Inseln wurde mit dem Aushub erhöht.
    

28.9.2020 (links): Schon vor 2 Jahren wies ich darauf hin, dass nördlich des 50m langen Walls, der diesen Herbst im Südwesten des Gebiets gebaut wurde, der Ortenberggraben regelmäßig an einer 1,50m breiten Stelle bei Hochwasser über die Ufer tritt und so Fische ins Ried gelangen können. Vielleicht soll der Wall dies verhindern. Ich frage mich, warum man nicht einfach die 1,50m breite Stelle am Grabenrand ausgebessert hat.
25.9.2020 (rechts): Auch am Wehr wurden Veränderungen vorgenommen.
         

Immernoch: Nur eine Kleinigkeit mit großer Wirkung in der Brutzeit. Überall im Gebiet stehen Pfosten und werden von Turmfalke, Mäusebussard, Rabenkrähe und Mittelmeermöwe als Ansitz für die Jagd auf Amphibien und den Vogelnachwuchs genutzt. Auch die Pfosten für die Videoüberwachung, mit der man mehr über die Anzahl des Raubwilds im Gebiet herausfinden wollte, stehen noch. 11.4. und 21.4.2020:


Spätherbst 2018: Bau eines Übergangs am Wehr für die Rinder, eine die naturschädigende Maßnahme mitten im Revier von Blaukehlchen und Drosselrohrsänger. Letztere tauchte dort seitdem auch nicht mehr auf, was natürlich auch andere Gründe gehabt haben konnte.
Im Nordteil wurde eine Flutmulde gebaut.
Jeden Herbst und Winter: Noch immer werden viel zu große Flächen und die falschen Flächen gemulcht. 2.11.2018.

Herbst 2018: Die landschaftsprägende Weidengruppe nordwestlich vom Beobachtungsturm wurde auf Kopf gesetzt. 17.10. und 2.11.2018:


Winter 2018/2019: Der Mittelgraben wurde ausgebaggert. Mit dem Aushub wurden 15 Inseln angelegt. Mindestens 7 waren bei Erreichen des erlaubten Wasserhöchststands unter Wasser. Laut einem Fachmann der HGON (Bericht in der Wetterauer Zeitung vom 12.11.2018) war dies auch extra so geplant. Man hat also Insel gebaut, die als Brutplatz im frühen Frühjahr nicht genutzt werden können. Der Bruterfolg auf den Inseln war bisher sehr gering. Längst haben die Waschbären gelernt, dass es dort etwas zu holen gibt und kontrollieren die Inseln regelmäßig. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Maßnahme das Gebiet aufgewertet hat.
2.11.2018:

  
Herbst 2018: Man begann mit dem Bau eines Sichtschutzwalls an der Nordwestgrenze des Gebiets mit diesem Aushub aber auch mit Aushub von anderen Gebieten.
Auch an der Südgrenze des Gebiets wurde ein Teil des Aushub ausgebreitet. 12.12.2018

Winter 2016/2017: Das Gewässer im Nordteil wurde vergrößert und die Ufer, die vorher zu steil angelegt waren, wurden abgeflacht. Die langgezogene Insel in dem Teich vor dem Beobachtungsstand auf der Ostseite, die bei erlaubten Wasserhöchststand überschwemmt war, wurde erhöht. Eine neue kleine Insel entstand. 7.2.2017:


Frühjahr 2015: Auf der Westseite wurde ein Krötenzuchtteich angelegt. Hier sollten gezielt Knoblauch-Kröten gezüchtet werden. Ein Netz schützte vor dem Zugriff der Prädatoren aus der Luft. Wegen Fehlern bei der Anlage trocknete er aus, bevor sich der Krötennachwuchs entwickeln konnte. Im Jahr 2016/2017 wurde er vertieft, wurde aber nicht mehr aktiviert. 20.4.2015:

Winter 2015: Der provisorische Beobachtungsstand am Wehr wurde befestigt. Eine Chance ihn sinnvoller zu gestalten wurde vertan. Der Beobachtungsturm an der Ostseite bekam eine neue Treppe.
Frühjahr 2014: Im Nordwesten wurde eine Beobachtungshütte gebaut.
Winter 2011/2012: Ein Beobachtungshügel entstand in der Nähe des Wehrs. Schaffung eines Gewässers mit Inseln vor dem Beobachtungsturm auf der Ostseite, das im Winter 2012/2013 fertiggestellt wurde. 26.1.2017:

Winter 2008/2009: Anlage eines großen Teichs mit Inseln im Norden des Gebiets.  
2009: Ein kleines Stillgewässer in der Nähe des Wehrs wurde ausgehoben. Hier befindet sich einer der wenigen Standorte des Schmalblättrigen Rohrkolbens. Mittlerweile wird der Teich während der Brutzeit beweidet und hat viel an attraktivität für die Vogelwelt verloren. 
1996: Auf der Ostseite wurde ein Beobachtungsstand gebaut.
1988: Die erste Veränderung des Gebiets, nachdem es als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden war, erfolgte im Jahr 1988. Damals wurde eine Fläche, die dem NABU-Bingenheim gehörte, vertieft. Man wollte ein permanent Wasser führendes Gewässer schaffen.