Libellen der Wetterau
 

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Aktuelle Bilder aus der Wetterau

Das Bingenheimer Ried ab dem Jahr 2015
 

Es ist soweit. Mein Buch über das Bingenheimer Ried ist fertig und kann bei mir direkt bestellt werden. Es kostet 24,90 + 1,90 Euro Versand. Auf 180 Fotos zeige ich die Schönheit des Gebiets und die Attraktivität für die Tierwelt. Die Geschichte des Gebiets wird mit einer Zeichnung des Verlaufs der Horloff und der Gräben von 1773 und zwei Luftbildern von 1952/53 vor und 1971 nach der Horloffbegradigung illustriert. Ich berichte von den Maßnahmen, die seit der Ausweisung zum Naturschutzgebiet 1985 durchgeführt wurden und somit die tolle Entwicklung ermöglichten. Listen der bis heute beobachteten Vogel-, Amphibien, Libellen-, und Säugetierarten werden aufgeführt und mit der Auflistung in einem Gutachten von 1990 verglichen.
Das Buch ist nicht kommerziell ausgerichtet. Sollte ich mit dem Verkauf einen Ertrag erwirtschaften, so werde ich diesen an eine Naturschutzorganisation, die im Bingenheimer Ried aktiv ist und/oder mich beim Verkauf des Buches unterstützt, spenden.
Der Klappentext:
Wer einmal den Sonnenaufgang im Bingenheimer Ried erlebt und gehört hat, wie sich über
den Wiesen und Sümpfen ein aufgeregtes Klappern, Pfeifen, Surren, Schnattern und Quaken
erhebt und zu einem magischen Gesamtklang vermischt, der kommt nicht umhin zuzugeben:
Das Bingenheimer Ried ist einzigartig – es ist die Perle unter den Naturschutzgebieten Hessens
und der Wetterau.
230 verschiedene Vogel- und 44 Libellenarten wurden bereits nachgewiesen. Sieben von
zwölf hier lebenden Amphibienspezies stehen auf der Roten Liste Hessens. Das Gebiet ist
nicht nur ein wichtiger Trittstein für Zugvögel, sondern bietet auch bedrohten Arten Brutmöglichkeiten.
Was macht das Bingenheimer Ried so besonders? Warum ist es nicht nur bei Ornithologen
und Naturliebhabern aus ganz Deutschland, sondern auch bei den Menschen, die in
seiner direkten Nachbarschaft leben, so beliebt? Die Faszination Bingenheimer Ried hat dieser
Bildband in zahlreichen Fotografien eingefangen und die Aufnahmen mit Informationen
über die Geschichte und Entwicklung dieses Kleinods angereichert. Das Buch zeigt, wie die
Menschen das Areal schon früher nutzten, wie Industrie, Landwirtschaft und Handel das Gebiet
formten und mit welchen Maßnahmen die Naturschützer vor Ort die stetig wachsende Artenvielfalt
bis heute erfolgreich unterstützen.
ISBN: 978-3-00-060120-0

Hier kann das Buch erworben werden:
Beim Autor Hanns-Jürgen Roland, Email hjroland @gmx.de
Schreibwaren Walther, Bingenheimer Str. 8, 61203 Reichelsheim
Gemeindeverwaltung Reichelsheim, Zum Rathaus 1, 61203 Reichelsheim
Geschäftstelle der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, Lindenstr. 5,
61209 Echzell, Email: Info@hgon.de
Allerlei Rauh Buch & Spiel, Schloßstraße 12a, 61209 Echzell-Bingenheim
Buchhandlung Bindernagel, Friedberg, Kaiserstr. 72 und Butzbach
Buchhandlung
Henrich e.K. Nidda, Schillerstraße 7
Umweltwerkstatt Wetterau im Alten Rathaus in Niddatal Assenheim
Wetterauer Zeitung, Parkstraße 16, Bad Nauheim

 

3.8.2018: Graureiher, Silberreiher, Weißstörche und Schwarzstörche jagen gemeinsam.

 

25.7.2018: Im Bingenheimer Ried halten sich zumindest zeitweise ein Waschbär mit 2 Jungen, einer mit 3 Jungen und ein Einzeltier auf.

16.7.2018: Wegen der Trockenheit ist der Wasserstand im Pfaffensee gefallen. Er läuft nicht über und das Rohr zum Bingenheimer Ried ist trocken. Keine 30 Sekunden dauerte diese Begegnung mit einem Dachs im Bingenheimer Ried bevor er in diesem Rohr verschwand.

Leider hat sich das Pflanzensterben im Bingenheimer Ried auch dieses Jahr fortgesetzt: Im Südosten des Gebiets ist sogar eine ganz neue Fläche betroffen. Welche Folgen wird das für das Bingenheimer Ried haben?

2.7.2018 im Südosten des Gebiets.


 

9.7.2017 selbe Fläche

 

 

Die nächsten 4 Bilder zeigen die Entwicklung in den letzten 4 Jahren im Norden des Gebiets.

 

13.7.2018
 

8.7.2017
 

 

 6.7.2016

 

6.7.2015


 

 

 

 

 

24.5.2018: Möglicherweise ist die Ursache für das Pflanzensterben im Bingenheimer Ried gefunden!
Wie von mir stets vermutet, liegt es am Wasser des Pfaffensees, dass ins Ried läuft, wenn dieser überläuft. Dies geschah erstmals im Jahr 2014. Ich habe mir die auf der Internetseite des Hessisches Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie veröffentlichten Meßwerte für den Paffensee 2016 und 2017 (bei Messwerte Badeseen) nochmal vorgeknöpft und für jeden Wert mögliche toxische Wirkungen auf Pflanzen recherchiert. Dem Internet sei Dank! Der Pfaffensee weist für Sulfat Messwerte von über 920 mg/l auf, also extrem hoch. Der Grenzwert für Trinkwasser liegt bei 250 mg/l. Zu großen Sulfatkonzentrationen im Wasser gibt sehr viele Ausführungen im Internet. Ein Experte hat mir bestätigt. dass diese Sulfatkonzentrationen die Ursache für das Pflanzensterben sein können. Das Pflanzensterben fiel mit dem ersten Überlaufen des Pfaffensees zusammen. Leider ist auch dies nicht eindeutig. Nach meinen weiteren Recherchen gibt es in Brandenburg Gewässer mit höherem Sulfatgehalt, an denen Schilf, Großseggen und Rohrkolben wächst.

Der Wasserstand im Bingenheimer Ried

Juni -September 2018: Wegen der Trockenheit sank der Wasserstand sehr schnell, auch ohne dass das Wehr geöffnet wurde. Ende Juli gab es nur noch dort Wasserflächen, wo nichts wuchs. Die Ränder waren trocken. Um den 23.8. war bis auf Restpfützen vor dem Turm das ganze Gebiet ausgetrocknet.
Mai 2018: Am 22.5. gab es einen Starkregen, der das Ried zwischenzeitlich um 8cm ansteigen ließ. Bis Ende Juni sank der Wasserstand dann auf -18cm.
April 2018: Durch starke Regenfälle stieg der Wasserstand dann bis 19.4.2018 um 14 cm an um dann bis Ende April wieder auf 4cm unter erlaubtem Maximum zu fallen
März 2018: Fast den ganzen Monat war der Wasserstand konstant um den erlaubten Höchststand bis 29.3. der Wasserstand mitten während der Brutzeit der Graugänse um zeitweise fast 15cm abgesenkt wurde. Warum das nicht vor der Brutzeit gemacht wurde,
ist sehr sonderbar.
Februar 2018: Das Wasser lief ab und erreichte am Monatsende den erlaubten Höchststand. Das Wehr ist aber so eingestellt, dass sich der Wasserstand noch um weitere 10cm reduzieren kann. Man geht damit ohne Grund bewußt das Risiko ein,
dass das Ried im Sommer frühzeitig austrocknet.
Januar 2018: Das Wasser ist weiter gestiegen und stand zeitweise 30cm über dem erlaubten Maß. Fast den ganzen Monat trat der Ortenberggraben an einer Stelle über die Ufer. Das Wasser floß ins Ried. Etwa ab dem 11.1.2018 ist das Wehr offen. Um den 30.1.2018 wurde das Gitter, das Fische abhalten sollte ins Ried zu schwimmen, herausgenommen, weil es bei ablaufendem Wasser ständig verstopfte.
Dezember 2017: Das Wasser stieg im Dezember um 36,5 cm bei geschlossenem Wehr. Starke Regenfälle, das überlaufende Wasser des Pfaffensees und der zeitweise überlaufende Ortenberggraben waren dafür verantwortlich. Derzeit ist das Wehr so eingestellt, dass das Wasser bis auf 10cm unter dem erlaubten Maximalstand ablaufen kann.
November 2017: Um den 15.11. wurde das Wehr geschlossen. Seitdem stieg das Wasser um 15cm durch Regenfälle und durch das Wasser vom Überlauf des Pfaffensees. Ende Nowember stand das Wasser der Horloff deutlich über dem im Bingenheimer Ried. Der Wasserstand im Ried hätte erhöht werden können, Das Wehr blieb aus Gründen, die mir nicht bekannt sind, geschlossen.
Oktober 2017: Das Wehr war durchgehend offen. Das Wasser ist großflächig abgelaufen.
September 2017: Mitte September führte die Horloff für ein paar Tage Hochwasser. Das Wehr wurde zeitweise geschlossen, damit kein Wasser ins Ried fließen konnte. Seit 18.9.2017 fließt das Wasser wieder ab.

16.04.2016 links, 31.12.2017 Mitte und 24.1.2018 rechts: Zwischen dem 23.12. und dem 28.12.2017 ist die Weide mit dem Storchenhorst umgefallen. Um den 20.01.2018 folgte der Rest.

13.11.2017 links: Flugverkehr überm Ried; 29.11.2017 rechts: Der Winter ist da.

 

2.9. und 16.9.2017: Bei  Ablassen des Wassers setzte ein Algenblüte ein. Wenig später waren tote Fische am Wehr zu sehen, die dort vermutlich hingetrieben worden waren oder wegen des niedrigen Wassers direkt am Wehr umkamen.

Viele Limikolen nutzten die Schlammflächen mehrere Tage zur Nahrungsaufnahme. Das Foto rechts (25.9.2017) zeigt Zwergstrandläufer Alpenstrandläufer und Sandregenpfeifer. Auf dem linken Bild (2.9.2017) sind Bekassinen zu sehen.
 

14.6.2017: Schon frühzeitig im Jahr waren große Wasserflächen im Ried mit Algen bedeckt.

29.8.2017 links: knapp 800 Nilgänse übernachten im Ried.
6.9.2017 rechts: Eine diesjährige Schwarzflügel-Brachschwalbe hielt sich einige Tage im Bingenheimer Ried auf. Das ist die erste Beobachtung dieser Art in Hessen überhaupt.


21.7.2017 von Osten früh morgens.
 

Links 27.3.2017; Rechts 06.03.2017: Erstmals in 31 Jahren Beobachten des Bingenheimer Rieds konnte ich dort Schwarzwild nachweisen.
 

Stelzenläufer 24.4.2017

Im Winter wurde im Bingenheimer Ried verschiedene Baggerarbeiten ausgeführt. Auch frühere Planungsfehler wurden behoben. Jetzt sind die Arbeiten fast abgeschlossen. Der Knoblauchkrötenzuchtteich wurde vertieft (kein Foto). Die langgezogene Insel vor dem Beobachtungsstand (Brutplatz vom Kiebitz) wurde erhöht, da sie bisher bei erlaubtem Wasserhöchstand unter Wasser stand. Eine weitere kleine Insel entstand.
Vorher 26.1.2017

Nachher 7.2.2017

 

Der vor ein paar Jahren gebaute Teich im Norden des Gebiets wurde überarbeitet und erheblich erweitert.

Vorher 6.2.2016 bei fast gleichen Wasserstand:                 
Nachher 8.2.2017
 

 

 

 

 

 

 

 

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Ende August und Anfang September 2016: Über 72 Silberreiher, über 80 Graureiher und mindestens 35 Kormorane jagen früh morgens gemeinsam im Bingenheimer Ried nach Fischen und Amphibien. Der niedrige Wasserstand macht es möglich (Siehe Wasserstandchart).


Trotz des Einsatzes eines Gitters am Wehr, sind viele Fische im Bingenheimer Ried. 27.7.2016, 31.7.2016, 31.8.2016

 

 

 

 

Das Pflanzensterben:
Die Situation nach dem Pflanzensterben an der Nordwestseite des Bingenheimer Rieds um den Einlauf aus dem Pfaffensee hat sich nachwievor nicht gebessert. Seggen, Binsen und Schilf fehlen großflächig. Das Biotop, in dem 2013 noch Zwergsumpfhuhn und Kleines Sumpfhuhn wahrscheinlich brüteten, bleibt nach dem Pflanzensterben 2014/2015 (siehe unten) weiter zerstört.
23.5.2015, der Wasserstand liegt bei ./. 26cm, gemessen vom erlaubten Höchststand.
 

Auf die Entfernung ist nicht festzustellen, ob es sich bei dem zaghaft wachsenden grünen Stengeln um die Seggen handelt, die früher diesen Teil des Rieds bedeckten. Bei einem Großteil dürfte es sich um andere Pflanzen handeln. Der Große Rohrkolben hat sogar weiter abgenommen. Frische Triebe sind nicht zu sehen. An anderen Gewässern steht der frische Große Rohrkolben bereits 50 - 70cm hoch. Der Wasserstand von circa 20cm an Stellen, wo der Rohrkolben wuchs, kann hierfür nicht der Grund sein.22.5.2016, der Wasserstand liegt bei ./. 9 cm, gemessen vom erlaubten Höchststand.

Links: 17.7.2015, die Pferde mögen den Großen Rohrkolben besonders gerne. Möglicherweise sind sie für seinen weiteren Rückgang verantwortlich, sicher aber nicht für das großflächige Verschwinden der Seggen. Rechts: 3.9.2015, die Pferde haben dem Rohrkolben schon schwer zugesetzt.
 

Links: 6.1.2016, es sind nur noch Reste vom Großen Rohrkolben zu erkennen. Rechts: So sah es am Einlauf aus dem Pfaffensee am 4.4.2014 aus, also bevor der Pfaffensee je den Überlauf erreicht hatte und bevor das Pflanzensterben begann.  

19.5.2015, der Wasserstand liegt bei ./. 25 cm

15.5.2016, der Wasserstand liegt bei ./. 6 cm

In der Wetterauer Zeitung erschien am 31.3.2016 ein Artikel. Dort wird veröffentlicht, dass die Ursachen des Pflanzensterbens im Bingenheimer Ried (siehe weiter unten) nicht gefunden wurden. Herr Schmidt vom Forsamt Nidda vermutet in dem Artikel als Usache hohe Wasserstände. Die gab es aber auch regelmäßig in früheren Jahren.
16.3.2016: Im Hintergrund ist der Einlauf des Pfaffensees zu sehen. Mitte 2014 lief der Pfaffensee erstmals über. Der Überlauf mündet im Bingenheimer Ried. Rund um den Einlauf begann das Schilfsterben.
 

 

 

10.3.2013: So sah es im März 2013 aus, also 1,5 Jahre bevor das Schilfsterben erstmals sichtbar wurde.
 

12.4.2016 (links): Zum erlaubten Höchststand fehlt nur noch 1 cm. 7.3.2016 (rechts): Der Wasserstand ist weiter gestiegen. Es fehlen nur noch 10 cm bis zum erlaubten Höchststand. Der überlaufende Pfaffensee trägt auch dazu bei. Hoffen wir mal, dass das Wasser des Pfaffensees nicht die Ursache für das Schilfsterben war.

Wasserstand 6.2.2016 (links) vom Einlauf aus dem Pfaffensee aus aufgenommen. Der Pfaffensee läuft über. Sein Wasser fließt hier ins Bingenheimer Ried. Noch fehlen 29cm bis zum erlaubten Höchststand. Dieser ist notwendig, damit auch im Juli noch genügend Wasser im Ried ist, damit sich die Amphibienlarven voll entwickeln können.Wasserstand 6.1.2016 (rechts) vom Einlauf aus dem Pfaffensee aus aufgenommen.

6.4.2016: Zur Zeit kommt es im Gebiet häufig zu Revierkämpfen. Alle Horste sind besetzt.

16.4.2016: Zwei Paare versuchen auf der Weide im Süden zu brüten.

13.3.2016:
Vor dem Beobachtungsturm balzt ein Kiebitz.

 

30.6.2016: In der Nähe des Wehrs konnte diese tote Larve des Großen Kolbenwasserkäfers gefunden werden. Dies ist wahrscheinlich der erste Nachweis für das Bingenheimer Ried.

25.7.2016: Das Ausbringen von Amphibienfallen sowie Film-/Fotoaufnahmen mittem im NSG führen zu massiven Störungen. 24 Stunden später scheint alles wieder im Lot.


2015
Leider gibt es 2015 nicht nur Positives vom Bingenheimer Ried zu berichten. Da man darüber auf anderen Internetseiten, die über dieses Naturschutzgebiet berichten, kaum etwas findet, fasse
ich hier ein paar Punkte zusammen.

Im Sommer 2014 erreichte der Pfaffensee erstmals seinen Überlauf und so floss sein Wasser in das Bingenheimer Ried. Rings um den Einlauf setzte zur gleichen Zeit ein Pflanzensterben ein, was sich im Frühjahr 2015 fortsetzte. Wo am 23.5.2015 Schilf und Seggen wachsen sollten, wuchs nichts. Das Biotop, in dem in den Vorjahren Kleines Sumpfhuhn und Zwergsumpfhuhn riefen, war zerstört. Eine Behörde ließ im Mai 2015 Boden- und Wasserproben nehmen. Es wurden keine Auffälligkeiten gefunden. Die Ursachenforschung brachte bisher keine Ergebnisse.



Ende November 2015 wurde am Wehr ein Gitter eingebaut um Fische abzuhalten. Seitdem wird das Wehr geöffnet, wenn der Wasserstand der Horloff hoch genug ist. Am Jahresende 2015 lag der Wasserstand etwa 45cm unter dem erlaubten Höchststand. Zumindest ist endlich wieder Wasser im Ried.

Im Frühjahr 2015 räuberten Mittelmeermöwen und ein Hybrid aus Mantel- und Mittelmeermöwe aus Frankfurt fast alle Graugansnester aus. Hier zwei Fotos, die am Pfaffensee entstanden.
 

Weißstörche, Graureiher, Silberreicher, Waschbären, Füchse, Hasen und Nutrias trafen sich an den letzten Wasserlöchern.
 

 

 

 

Anfang März war ohne ersichtlichen Grund der Wasserstand des Bingenheimer Rieds circa 10 cm unter das erlaubte Höchstmaß (Roter Punkt auf dem Foto) abgesenkt worden, sodass am 11.4.2015 bereits 12cm fehlten.


 

Der Beobachtungsstand am Wehr wurde ohne Rücksicht auf die Natur im Oktober 2015 einer Behörde befestigt. Die Chance ihn sinnvoller zu gestalten wurde vertan. Das Grabenufer wurde in dem Bereich zerstört und der Beobachtungsstand beschädigt. Bis Mitte Januar 2016 wurde er nicht repariert. Blaukehlchen, Teichrohrsänger, Sumpfrohrsänger und Rohrammer hielten sich zur Brutzeit 2015 in dem Bereich auf. Im März 2015 konnte ich in diesem Abschnitt eine Bartmeise fotografieren.
 

Der Beobachtungsturm auf der Ostseite erhielt am 22.12.2015 eine neue Treppe. Sie wird den Rest des Turms sicher überdauern. Sicher, aber nicht schön.
 

Im Laufe des Jahres wurden umfangreiche Informationstafeln rings um das Bingenheimer Ried aufgestellt. Diese sehr positive Maßnahme soll hier nicht unerwähnt bleiben (Foto oben).

Am 5.11.2015 fing der Traktor mit Mulchgerät bei der Arbeit Feuer und brannte völlig aus. Zum Glück wurde niemand verletzt.

 




 


2015
Im Herbst 2015 sah es so im Bingenheimer Ried aus. Das Wehr blieb bis Ende November geschlossen um zu verhindern, dass Fische wieder ins Ried gelangen, da diese ohne wissenschaftlich haltbare Belege als Hauptursache ausgemacht wurden für den Rückgang der Knoblauchkrötenpopulation. So wurde auf den Bestand der FFH-Art Schlammpeitzger durch diese Maßnahme keine Rücksicht genommen. Einige Libellenarten wird es im nächsten Jahr nicht im Bingenheimer Ried geben. Allerdings war das Wehr im August und September wenigstens einen Spalt offen, sodass auf den ersten 30m des Grabens im Ried Wasser stand. Ende September wurde das Wehr dann wieder völlig geschlossen.

 

Auch am 17. Juli 2015 sah es in dem Gebiet nicht besser aus.
 

Gefolgt von einer großen Trockenheit im Frühjahr, war das Bingenheimer Ried bereits im Juli, also bevor sich die meisten Amphibienlarven voll entwickeln konnten, völlig ausgetocknet. Einer der ersten Tümpel, die austrockneten, war der viel zu niedrig angelegte Knoblauchkrötenzuchtteich. Die Trockenheit brachte aber auch Lebensraum für den Flußregenpfeifer. Erstmals seit vielen Jahren brüteten mindestens 2 Paare. Mindestens bei einem Paar wurden die Jungen flügge.
 





 
 

 

 

 

Ein beschlossener Beweidungsplan, nach dem überflutete Flächen im Frühjahr nicht beweidet werden sollten, um mögliche Rallenbrutplätze nicht zu zerstören und um dem Leberegel bei den Rindern keine Chance zu geben, wurde nicht umgesetzt. Bereits Mitte April 2015 wurde die Südostecke des Gebiets beweidet.

 

 

 

Ende Januar 2016 wurde der vom Bagger zerstörte Teil des Beobachtungsstand repariert. Vorsicht, man stürzt tief, wenn man in die Luft schaut und einen Schritt zur Seite geht. Hier besteht hohe Verletzungsgefahr.


 

 

 Das Logo des Bingenheimer Rieds zeigt die Löffelente. Hier ein Foto vom 7.4.2015
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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