Libellen der Wetterau
 

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Aktuelle Bilder aus der Wetterau

Informationen zum Pfaffensee im NSG Teufel- und Pfaffensee

Bis zum Jahr 2015 gab es wahrscheinlich keine Fische im Pfaffensee. Jedes Jahr schlüpften tausende Libellen an dem See. Möglicherweise war die einzige Ansiedlung des Rothalstauchers in Hessen u.a. eine Folge der reichhaltigen Insektenlarvennahrung im See. Mit dem ersten Überlaufen des Sees ins Bingenheimer Ried erschienen die ersten Fische im See, wie jagende Kormorane, die es dort früher nicht gab, belegten.Woher kommen die Fische? Die Fische könnten zufällig gerade in dieser Zeit eingesetzt worden sein, was recht unwahrscheinlich ist. Laich von Fischen könnte zufällig gerade im den Jahren 2014/2015 von Wasservögeln eingetragen worden sein. Zu dem Thema gibt es hier eine Ausarbeitung, die das ebenfalls als kaum möglich erscheinen lässt. http://www.zora.uzh.ch/81606/1/schmidt2013transportieren_enten_fische.pdf
Beim Aufstellen von Amphibienfallen für Untersuchungen könnte Fischlaich von einem See zum anderen transportiert worden sein. Ich kann nicht beurteilen, wie sauber damals gearbeitet wurde. Am Wahrscheinlichsten ist es, dass Fische beim überlaufenden See gegen den Strom durch das Rohr vom Bingenheimer Ried in den See geschwommen sind. Laut Fischexperten ist das durchaus möglich.  Diese Möglichkeit besteht wahrscheinlich leider immer noch. Die HGON, die das Gebiet betreut, reagiert nicht auf Anfragen. Die Fische sind eine Katastrophe für den See. Sie werden alles verändern.

 5.5.2017 Bildnachweis von einem Fisch im Pfaffensee:

15.3.2017: Der Bagger wurde abgezogen. Ob die Arbeiten damit abgeschlossen sind ist unklar. Erneut hat es das zustämdige Forstamt Nidda nicht geschafft die Arbeiten so zu organisieren, dass sie vor Beginn der Brutzeit der Graugänse abgeschlossen waren. Hier wurde nicht gekleckert. Hier wurde geklotzt. Die Planer haben offensichtlich nie geschaut, wie ein solches Kunstgebiet nach ein paar Jahren aussieht. Der Obere Knappensee ist ein gutes Beispiel. Am Pfaffensee sind Unsinn, Geldverschwendung, schlechte Planung und Naturzerstörung gepaart mit sinnvollen Maßnahmen. Manchmal ist weniger mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Februar 2017: Die Baggerarbeiten am Südostufer des Sees gehen weiter. 17.5.2016: Vor den Arbeiten

 

22.2.2017: Ein Teil des Sees wird abgetrennt. Über den Nutzen für das NSG im Verhältnis zu den Kosten wurde bisher nichts veröffentlicht. Zuständig sind das Forstamt Nidda und die HGON.

19.1.2017: Ein Teil des Sees ist zugefroren. Ein paar Tage später ist er dann ganz zugefroren.

 

19.1.2017: Riesige Flächen wurden gemulcht, wie im Hintergrund zu sehen ist.

Juni 2016: Erneut ließ das Forstamt Nidda größere Flächen innerhalb der NSG-Grenzen während der Brut- und Setzzeit im Juni mähen. Dabei sind auch Flächen, auf denen das Bekämpfen des Schwarzdorns zu dieser Jahreszeit völlig überflüssig ist, wie auf diesem Foto auf der Südseite des Sees vor dem Beobachtungsstand zu sehen ist. Es handelt sich hier nicht um einen Weg und dort soll auch niemand laufen.


10.5.2016 Bild 1: 4 Männer fallen über eine Frau her.


10.5.2016 Bild 3: Dann erhält sie Hilfe. Der Pfaffe vom Pfaffensee greift ein.


Für das NSG Teufel- und Pfaffensee gibt es eine Besonderheit. Es gibt einen Kooperationsvertrag zwischen dem RP Darmstadt, der Gemeinde Echzell und der HGON. Im NSG geschieht nichts ohne die Zustimmung des Gebietsbetreuers, der von der HGON bestellt wird.

Aktuelles

9.5.2016: Die Polizei sucht nach einem Vermissten mit Tauchern und einem Boot.


18.4.2016 10.01 Uhr: Die Graugans setzt sich auf die Nilgans um sie zu vertreiben. Der Nilganter schaut zu.


18.4.2016 10.18 Uhr: nach 20 Minuten kommt der Partner der Graugans und räumt auf.


14.4.2016: Auf dem See halten sich 3 Paare des Rothalstauchers auf. Anfang Mai waren es dann sogar 4.

10.4.2016: Die Burgunderblutalge hat sich schon Ende Februar massiv im Pfaffensee vermehrt. Diese Art gehört laut wikipedia zu den Blaualgen.
Zitate aus wikipedia: "
Die Burgunderblutalge lebt planktisch im Süßwasser, besonders in tiefen und geschichteten Kaltwasserseen, beispielsweise in alpennahen Seen wie dem Wörthersee, dem Mondsee, dem Zürichsee oder dem Ammersee. Durch Umschichtung durch Erwärmung des Wörthersees kam es im März 2016 zu einem Aufsteigen der Alge in die oberste Wasserschicht mit intensiver Rotbraunfärbung. Die Art kann sich durch Gasvesikel innerhalb der Wassersäule einschichten. Bei günstigen Bedingungen kann eine Blüte auftreten. Dabei können, nach massenhafter Vermehrung, aufgrund des Toxins Microcystin Gefahren für Wasserlebewesen ebenso wie für die Trinkwasserversorgung entstehen."

Ein massenhaftes Auftreten kann nach meinem Wissensstand die Nahrung der Wasservögel beeinträchtigen. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen das für den See haben wird.
 


14.3.2016: Obwohl die Wasserqualität durch die Burgunderblutalge leidet, wurde sie durch die folgenden Maßnahmen weiter beeinträchtigt. In der Südwestecke des Sees werden Pappelstämme ins Wasser geschoben.

14.3.2016: Große blühende Weiden werden in der Südwestecke mit dem Bagger herausgezogen und ins Wasser geworfen (die nächsten beiden Bilder).



14.3.2016: Der Große Erdhaufen auf der Ostseite des Sees wird in kleinen Erdhaufen auf der Nordseite verteilt.


9.3.2016: Zwei der Schwimminseln sind wieder auf dem See. Die dritte Schwimmkampe wird derzeit am Ufer zusammengebaut. Anscheinend hat man aus den Fehlern gelernt. Die Inseln sehen stabiler aus und auch der Belag wirkt sinnvoller. Allerdings bleibt unklar, für welche Vogelarten dieser hohe Aufwand betrieben wird, zumal der See einige Inseln hat.
 

Die Schwimminseln

März 2014 wurden durch das zuständige Forstamt Nidda 3 Schwimminseln für den Pfaffensee ans Gewässer gebracht. Da die Rothalstaucher bereits beim Nestbau waren, verzichtete man wegen der Störung darauf, sie direkt auf den See zu bringen. Anstatt sie dann im Spätsommer auszubringen, wartete man damit bis zum Februar 2015. Der dann gewählte Belag zeugt nicht von hoher Fachkenntnis derer, die sich um die Inseln kümmerten. Trotzdem brüteten Grauganspaare auf den Inseln. Sie verloren ihre Bruten fast alle an Mittelmeermöwen und an einen Hybrid aus Mantel- und Mittelmeermöwe. Am 7.10.2015 wurden dann zwei der Inseln zur Reparatur ans Ufer gezogen. Seit Mitte Februar sind die Inseln ganz verschwunden. Jetzt dümpeln nur noch die Kanister auf dem See, die anzeigen, wo die Inseln befestigt waren. Schon vor 15 Jahren waren in der Planung für das Gebiet Schwimminseln vorgesehen. Man verzichtete jedoch bewusst darauf, da die angebotenen Inseln zu teuer und zu wartungsintensiv waren. Mittlerweile haben die zuständigen Personen gewechselt. Der sehr fähige Mann vom Forstamt Nidda ging in Pension.

1.5.2015: Ein Grauganspaar versucht sein Gelege zu verteidigen.
 

8.5.2015: Mittelmeermöwen aus Frankfurt stehlen der Graugans ein Ei.
 

6.2.2016

 

Foto vom 23.12.2015: Eine der Inseln liegt auch noch Anfang Februar 2016 anscheinend repariert und mit einem sinnvollen Belag versehen am Ufer des See. Die 2. Insel gammelt auf der Nordseite des Sees vor sich hin und wurde bisher, soweit man das von Weitem sehen kann, nicht in Ordnung gebracht. Die 3. Insel verblieb auf dem See (Foto vom 6.2.2016).
 

Mulchen während der Brutzeit
Ohne Rücksicht auf möglicherweise brütende Rebhühner und Feldhasennachwuchs würde im Mai 2014 und 2015 eine Fläche von circa 2,5 ha Größe gemulcht, um den Schwarzdorn zurückzudrängen, was aber ein hoffnungsloses Unterfangen ist. Dies entspricht etwa 5 % der Landfläche des Gebiets. Das Ganze wurde auch im August 2015 wiederholt, womit dieses Fläche für Vögel und andere Tiere für den Rest des Jahres praktisch nutzlos wurde. Warum macht der Gebietsbetreuer der HGON bei dieser Naturzerstörung mit? Hier ein Foto aus dem August 2015:



Weidenäste aus dem Bingenheimer Ried werden durch das Forstamt Nidda im NSG entsorgt. Das Foto zeigt die Ostseite des Pfaffensees. Weitere Äste wurden in der Südwestecke des Pfaffenseegebiets gelagert. Auch auf diesem Foto sieht man den während der Brutzeit gemulchten Streifen im NSG (Foto vom 7.7.2015).
 

Schwanensterben
Im Sommer gab es ein Höckerschwansterben auf dem See. Mindestens 7 Individuen gingen ein. Nach einem Artikel der Wetterauer Zeitung vom 16.10.2015 waren Parasiten die Ursache. Parasiten sind nicht selten bei Wasservögeln. Die Vögel sterben in der Regel nicht daran sondern leben damit. Nur wenn sie stark geschwächt sind, gehen sie daran ein. Ich kann leider nicht sagen, ob die Betreuer des Gebiets untersuchen ließen, warum die Tiere derart geschwächt waren, dass sie verendeten. Wichtig wäre es sicherlich gewesen. Vielleicht hat man aber auch untersucht und möchte die Ergebnisse nicht bekannt geben.

 

 Herbst 2015: Die Ostseite des Pfaffensees wird massiv umgebaut. 

Es handelt sich laut dem Gebietsbetreuer um eine Landesmaßnahme, die mit dem Forstamt Nidda abgestimmt ist. Angeblich hätte sich der See mit seinem Wellengang in 2 - 3 Jahren ins benachbarte Feld erweitert. Deshalb wurde das Ufer massiv befestigt. Zusätzlich werden neue Inseln geschaffen (WZ vom 5.12.2015). Noch sind die Arbeiten nicht abgeschlossen. Sie ruhen seit Weihnachten 2015. Daher können die Arbeiten auch nicht abschließend beurteilt werden. Nachfolgend ein paar Eindrücke.
Vorher 30.3.2014: Der höchstmögliche Wasserstand des Sees.
 

Ganz offensichtlich verzichteten die Planer darauf sich Luftaufnahmen aus dem Jahr 2009 anzuschauen oder sich Rat bei einer von 4 Personen einzuholen, die das Gebiet über 20 Jahre kennen und regelmäßig besucht haben. Der Bagger versank in einem alten, großen Fuchs- und Dachsbau, der unter der Wasseroberfläche verborgen war. Zum Glück ist dem Baggerfahrer nichts passiert. Aus Datenschutzgründen wurde das Firmenschild auf dem Foto entfernt.
 



 25.3.2012 Ostseite des Pfaffensees. Noch ist der Überlauf nicht erreicht. Im Hintergrund sieht man das Bingenheimer Ried.


 Der Bluthänfling, einer der Brutvögel im Gebiet. 

Juni 2016: Auch auf dieser Fläche ist ein Mähen zu dieser Jahreszeit überflüssig.
Auch dieser Streifen liegt im NSG, hier auf der Nordseite des Pfaffensees.



10.5.2016 Bild 2: Die Frau hat keine Chance.
10.5.2016 Bild 4: und sorgt für Ordnung. Die Peiniger lassen von der Frau ab. Die ganze Aktion dauerte kaum 3 Minuten.


9.5.2016:


18.4.2016 9.52Uhr: Zoff auf der Schwimmkampe! Diese Nilgans übernimmt wenige Augenblicke, nachdem dieses Foto geschossen wurde, das Graugansnest. Die Graugans brütet dort seit circa 25 Tagen.


18.4.2016 10.12 Uhr: Zunächst gewinnt die Nilgans.


18.4.2016 10.19 Uhr: Alles wieder im Lot.


Anfang April 2016: Ein Fenster, wird an der Ostseite im Pfaffensee verankert. Im gleichen Zeitraum verschwindet dort ein Kiebitzpaar, das Balzflüge zeigte und sein Revier gegen Rabenkrähen verteidigte. Es ist nicht mehr zu klären, ob da ein Zusammenhang besteht.
16.4.2016: Ein Schwan begutachtet das Fenster, das man ihm in den See gestellt hat. Durch Wellengang und Wind droht ds Fenster zu versinken.
27.4.2016: Das Fenster, das in der Brutzeit im See verankert wurde, ist versunken.
9.5.2016: Das Fenster liegt jetzt am Ufer und wird um den 12.5.2016 abgeholt.


10.4.2016: Alle Nester der Graugänse auf den südlichen Inseln im Pfaffensee sind verlorengegangen. Auch das Nilgansnest ist leer. Hier könnten die Jungen auch geschlüpft sein. Die Familie ist aber auf dem See nicht zu finden. Die beiden Nester auf den Schwimmikampen sind intakt. Möglicherweise wurden die Nester auf den Inseln durch Fuchs, Waschbär oder Wildschwein vernichtet.


21.3.2016: Der Partner der brütenden Nilgans vertreibt erfolgreich eine Mittelmeermöwe. Wegen der Flugüberlegenheit der Möwe wird er dabei zeitweise selbst zum Gejagten.


17.3.2016: Am 15.3.2016 wurden die Erdhaufen auf der Nordostseite planiert und die Maschinen abgezogen.


14.3.2016: Die Umbauarbeiten der Ostseite des Sees werden wieder aufgenommen.


14.3.2016: Auf den drei Inseln vor der Südseite des Sees brüten je ein Grauganspaar und auf der östlichsten Insel zusätzlich ein Nilganspaar nicht weit von der Graugans entfernt. Das Grauganspaar fing erst später an und wurde nicht von dem Nilganspaar vertrieben.

14.3.2016


9.3.2016: Die massiven Umbauarbeiten auf der Ostseite des Pfaffensees sind seit Weihnachten 2015 gestoppt.
 

Am 23.4.2015 nutzte ein Trupp Trauerseeschwalben diese Insel als Rastplatz.
 

11.5.2015: Eine Mittelmeermöwe fliegt mit Graugansei im Schnabel über den See zu einer anderen Insel.
 

Hybrid aus Mantel- und Mittelmeermöwe aus Frankfurt

Mittelmeermöwe und der Hybrid
 

Die Bruten der Rothalstaucher waren leider auch 2015 erfolglos.
 

31.5.2015: Ein Trupp Trauerseeschwalben zieht durch.
 

2.8.2015: Silberreiher haben einen Schlafplatz am Pfaffensee.
 

4.5.2014: Jagender Baumfalke
 


Hinterher 6.2.2016: Der Wasserstand ist identisch.
Die Vergrößerung und Befestigung der vorgelagerten Insel sowie die Schaffung neuer Inseln sorgen dafür, dass es an einem großen Teil des Ostufers nicht mehr zur Ausspülung des Ufers kommen kann. Die Planer haben das offensichtlich nicht erkannt. Das hintere Ufer hätte im Bereich der Inseln nicht befestigt werden müssen. Kleine Nester von Großem Rohrkolben, die dort wuchsen und für eine zusätzliche Befestigung gesorgt hätten, wurden zerstört. Wurden hier Landesmittel vergeudet? Entscheiden Sie selbst. Die Vergrößerung und Befestigung der Insel ist natürlich genauso positiv für den Naturschutz zu werten, wie die Neubau von Inseln, wie es hier gemacht wurde.

 

Der Überlauf des Pfaffensees wurde verlegt. Auch hier hat man offensichtlich nicht sorgfältig geplant, denn es wurden weniger Rohre verbaut, als geliefert worden waren. Auch musste nach Fertigstellung der Verlegung nachgearbeitet werden. Der neue Einfluss lag zu hoch und wurde später tiefer gelegt. Hier soll eine Bucht für Amphibien vom See abgetrennt werden.






 
7.10.2006 Südseite des Pfaffensees. Mittlerweile ist aus dem Hügel eine der Inseln geworden. Der Rohrkolben ist leider verschwunden.


Die Schafstelze, die in den Feldern rund um das NSG brütet.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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